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Wissenschaftler an der Universität Mississippi forschten an Cannabis sativa, um geeignete und effiziente Umweltbedingungen für den großflächigen Indoor-Anbau für die pharmazeutische Produktion zu bestimmen.

Neben Untersuchungen zur Wirkung von Licht und Temperatur untersuchten sie den Einfluss von CO2. Cannabis sativa gehört zu den sogenannten C3-Pflanzen. Die Pflanzen wachsen am besten unter moderaten Licht- und Temperaturverhältnissen. Lichtverhältnisse über 1500 mmol/m² photosynthetische Photonenflussdichte und Temperaturen über 30 °C hemmen das Wachstum. Eine Verdopplung der atmosphärischen CO2-Konzentration führte zu mehr Toleranz gegenüber trockenen und heißen Umweltbedingungen. Der Ertrag konnte bis zu 30% gesteigert werden. 

Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3550641/

07.11.2017

Mills (2012) hat ein Model entwickelt zur Beurteilung des Energieverbrauchs und der Co2 Bilanz von Indoor angebautem Cannabis. Dabei hat er Daten verwendet, die einen durchschnittlichen Indoor-Anbau von Pflanzung bis Verkauf repräsentieren. Auch wenn der Verbrauch enorm hoch ist, beträgt er nur ein Drittel des Verbrauches aller Rechenzentren und 1/7 aller Kühlschränke in Privathaushalten. Für den Cannabis Indoor-Anbau gibt aber noch Möglichkeiten den Energieverbrauch zu reduzieren. Dazu müssen Alternative Anbausysteme entwickelt werden.

26.10.2017

“Cannabis Sorten lassen sich biochemisch unterscheiden. Die weitverbreitete Annahme im Web oder grauen Literatur, dass das durch die Unterscheidung sativa/indica Typ möglich ist,  ist totaler Schwachsinn und reine Zeitverschwendung”

Dr. Ethan Russo (http://online.liebertpub.com/doi/full/10.1089/can.2015.29003.ebr)

Der Konsum von Cannabis kann eine Art “High” Wirkung auslösen. Man fühlt sich energiegeladen und erlebt einen sogenannten zerebralen Effekt, der sowohl geistig als auch körperlich spürbar ist. Im Gegensatz dazu wird der “Stoned” Effekt beschrieben. Die Muskeln sind entspannt und man kommt zur Ruhe. Gerne werden diese Zustände mit der Sortenzugehörigkeit sativa oder indica in Verbindung gebracht. Die botanische Zuordnung zu sativa, indica, ruderalis, afghanica wird in erster Linie durch die Morphology (Erscheinungsbild) vorgenommen. Eine Einteilung nach Wirkungsweisen der Sorten ist nicht möglich, es sei denn man hat ein genaues biochemisches Profil erstellt. Dabei scheinen die Cannabinoide keine so große Rolle zu spielen. Es hat sich gezeigt, dass Terpene einen wesentlich größeren Einfluss auf die Gemütszustände (“Stoned” oder “High”) haben, als die Cannabinoide.

So konnte das Terpen myrcene mit dem beschriebenen “Stoned” Gefühl in Verbindung gebracht werden. Das Terpen limonene sorgt für das “High” Gefühl und das Terpen alpha-pinene verhindert den Verlust des Kurzeit-Gedächtnisses (ausgelöst durch das THC).